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Honorarberatung Schweiz: Was echte Unabhängigkeit kostet
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Honorarberatung Schweiz: Was echte Unabhängigkeit kostet

Nina, 38, Projektleiterin bei einem Pharmaunternehmen in Basel, hatte kurz vor Ostern ein Gespräch bei ihrer Hausbank. Es lief angenehm, der Berater war freundlich, das Kaffee gut. Am Ende empfahl er ihr drei Anlagefonds — alle von der Bank selbst. Nina unterschrieb. Erst Monate später fragte sie sich: War das eigentlich eine Beratung? Oder ein Verkaufsgespräch?

Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen in der Schweiz. Und sie ist berechtigt. Denn der Unterschied zwischen einer Honorarberatung und dem, was du normalerweise bei deiner Bank bekommst, ist grösser als er auf den ersten Blick wirkt — und er betrifft nicht nur Kosten, sondern das gesamte Fundament der Beziehung.

Was ist eigentlich eine Honorarberatung — und was nicht?

Eine Honorarberatung ist einfach erklärt: Du bezahlst den Berater direkt — mit einem Stundenhonorar oder einer Pauschale. Kein Produkt, das er dir empfiehlt, zahlt ihm zusätzlich etwas. Das klingt selbstverständlich, ist es in der Schweiz aber nicht.

Die klassische Bankberatung funktioniert anders. Der Berater ist bei der Bank angestellt. Seine Aufgabe ist es, für seinen Arbeitgeber Umsatz zu generieren. Das ist kein Vorwurf — es ist schlicht das Geschäftsmodell. Ein Bankberater, der ausschliesslich hauseigene Produkte empfehlen darf, kann per Definition keine vollständig unabhängige Beratung leisten. Das System belohnt den Abschluss — nicht die Qualität des Rats.

Dazu kommt: Die Finanzberatung bei deiner Bank ist nie wirklich gratis. Du bezahlst über Provisionen, Retrozessionen, Ausgabeaufschläge und Produktgebühren — nur eben nicht sichtbar. Was auf der Rechnung als null erscheint, steckt unsichtbar in den Produkten drin.

Warum das Wort "unabhängig" täuschen kann

Hier liegt die Lücke, die fast kein Vergleichsportal offen anspricht: Der Begriff unabhängiger Finanzberater ist in der Schweiz nicht gesetzlich geschützt. Jeder kann sich so nennen — auch wer nebenbei Provisionen kassiert.

Es gibt Berater, die ein Honorar verrechnen und gleichzeitig Kickbacks von Produktanbietern annehmen. Das ist legal, solange es offengelegt wird. Aber es bedeutet, dass auch ein «Honorarberater» nicht automatisch interessenfrei agiert. Ein Berater, der dir ein Stundenhonorar berechnet und gleichzeitig an den empfohlenen Produkten verdient, arbeitet de facto noch immer mit geteilten Loyalitäten.

Echte Provisionsfreiheit heisst: keine Retrozessionen, keine Kickbacks, keine versteckten Zahlungen von Drittparteien. Der Berater verdient ausschliesslich an dir — und du weisst genau wie viel. Das ist die eigentliche Trennlinie, nicht bloss die Bezeichnung.

Welche Beratungsform wirklich zu deiner Situation passt, hängt von Einkommen, Anlagehorizont und konkreten Zielen ab. Bei Vemo bekommst du eine persönliche Honorarberatung dazu — provisionsfrei und transparent, bevor ein Auftrag entsteht.

Was das FIDLEG seit 2020 geändert hat — und was es nicht löst

Seit dem 1. Januar 2020 gilt in der Schweiz das Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG). Es bringt mehr Transparenz: Berater müssen Interessenkonflikte offenlegen, Retrozessionen deklarieren und sich in einem Beraterregister eintragen lassen. Wer als Anlageberater tätig ist, muss zudem einer Ombudsstelle angeschlossen sein — das gibt dir als Kunde einen offiziellen Beschwerdeweg.

Das ist ein echter Fortschritt. Aber es löst das Grundproblem nicht. Denn Retrozessionen dürfen laut FIDLEG weiterhin behalten werden — sofern der Kunde vorher ausdrücklich darauf verzichtet hat. In der Praxis passiert genau das: Im Kleingedruckten steht ein Verzicht, du unterschreibst, und niemand redet mehr darüber.

Das FIDLEG macht die Branche transparenter. Es macht sie nicht automatisch interessenfrei.

Der Punkt, den fast niemand anspricht: Pensionskassen machen es vor

Es gibt eine Branche in der Schweiz, die das Thema schon lange gelöst hat: Pensionskassen. Institutionelle Anleger haben seit Jahren auf Honorarberater umgestellt und lassen sich schriftlich bestätigen, dass keine verdeckten Retrozessionen fliessen. Der Grund ist simpel: Bei mehreren hundert Millionen Franken Anlagevermögen ist ein Interessenkonflikt schlicht zu teuer.

Privatanleger haben diese Verhandlungsmacht nicht. Aber sie haben die Wahl, auf ein Modell zu setzen, das strukturell dasselbe garantiert.

Stell dir eine einzige Rechnung vor: Du hast CHF 200'000 investiert. Ein provisionsbasiertes Modell kostet dich über Produktgebühren, Ausgabeaufschläge und Retrozessionen im Schnitt 1.5–2% pro Jahr. Ein Honorarmodell mit günstigen Fondslösungen dagegen vielleicht 0.3–0.5%. Über 20 Jahre summiert sich dieser Unterschied auf einen Betrag, der einer Zusatzrente gleicht. Die Honorarrechnung, die auf den ersten Blick teuer wirkt, ist oft die günstigere Variante — wenn man hinrechnet.

Worauf du achten kannst

Wenn du mit einem Berater sprichst, ob bei einer Bank oder einem unabhängigen Anbieter, gibt es ein paar Fragen, die alles verändern können. Nicht als Checkliste — einfach als ehrliche Neugier.

Erstens: Wie wird der Berater vergütet? Und konkret: Erhält er oder sie irgendwelche Zahlungen von Produktanbietern — direkt oder indirekt? Ein seriöser Berater erklärt das von sich aus, ohne zu zögern.

Zweitens: Ist das Erstgespräch wirklich kostenlos und unverbindlich? Wenn ja, gut. Wenn du aber merkst, dass das Gespräch sofort in Richtung Produktabschluss steuert, ist Vorsicht angebracht.

Drittens: Erhältst du nach dem Gespräch eine schriftliche Dokumentation — warum welche Empfehlung gemacht wurde? Das ist unter FIDLEG Pflicht und ein gutes Qualitätssignal.

Und vielleicht das Wichtigste: Fühlt sich das Gespräch wie ein Beratungsgespräch an — oder wie ein Verkaufsgespräch? Nina hätte im Nachhinein gewusst, wie die Antwort bei ihrer Bank ausgefallen wäre.

Falls du konkrete Themen hast — Pensionierungsplanung, versteckte ETF-Kosten oder die Frage rund um Säule 3a — diese Themen hängen oft direkt damit zusammen, wie du beraten wirst. Wer Provisionen verdient, empfiehlt selten die günstigste Lösung.

Häufige Fragen zur Honorarberatung Schweiz

Ist Honorarberatung in der Schweiz reguliert?

Ja. Seit 2020 gilt das FIDLEG, das Anlageberater verpflichtet, Interessenkonflikte offenzulegen, sich in einem Beraterregister einzutragen und einer Ombudsstelle anzuschliessen. Die Bezeichnung «unabhängig» ist jedoch nicht gesetzlich geschützt — du musst aktiv nachfragen, ob ein Berater tatsächlich vollständig provisionsfrei arbeitet.

Was kostet eine Honorarberatung in der Schweiz?

Stundenansätze liegen je nach Erfahrung und Komplexität zwischen CHF 150 und CHF 400. Für eine umfassende Finanzplanung — etwa bei Pensionierung oder Vermögensstrukturierung — sind Pauschalen üblich. Entscheidend ist: Du erhältst immer eine Offerte, bevor Kosten entstehen.

Kann ich meinen Bankberater nach Provisionen fragen?

Ja, und du solltest. Unter FIDLEG ist dein Berater verpflichtet, Retrozessionen und Drittentschädigungen offenzulegen. Frag direkt: «Was verdienen Sie, wenn ich dieses Produkt kaufe?» Ein guter Berater antwortet klar und ohne Ausweichen.

Ist Honorarberatung nur für Vermögende?

Nein. Gerade für mittlere Vermögen und Menschen kurz vor oder nach grossen Lebensentscheiden — Hauskauf, Pensionierung, Erbschaft — lohnt sie sich besonders. Wer einmal einen klaren Plan erstellt, braucht danach oft jahrelang keine Folgeberatung mehr.

Was unterscheidet Vemo von anderen Honorarberatern?

Vemo ist als Anlageberater nach FIDLEG registriert, einer Ombudsstelle angeschlossen und arbeitet vollständig provisionsfrei — das bedeutet: kein Franken fliesst von Produktanbietern an Vemo. Das Honorar wird transparent in einer Offerte festgehalten, bevor du irgendetwas unterschreibst. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich.

Fazit

Die Frage ist eigentlich keine komplizierte: Willst du von jemandem beraten werden, der von deinem Entscheid profitiert — oder von jemandem, der direkt von dir bezahlt wird? Beide Modelle existieren, beide haben ihren Platz. Aber du solltest wissen, welches du gerade vor dir hast.

Nina übrigens hat mittlerweile ihre Fondspositionen analysiert lassen. Was sie herausfand, war nicht schockierend — aber es war genug, um zu verstehen, warum Transparenz einen Unterschied macht.

Bei der konkreten Wahl helfen wir dir gerne. Vemo Honorarberatung ist provisionsfrei und zeigt dir transparent, was zu deiner Situation passt — im ersten Gespräch kostenlos.


Quellen

Vemo Honorarberatung

Provisionsfrei. Transparent. Auf deiner Seite.

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